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Messie Therapie
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Kann ich als Betroffener selber etwas tun?

In meiner täglichen Arbeit mit Betroffenen zeigt sich das diese Menschen unter verschiedenen Zuständen leiden.

 

Dazu gehören: Zwänge, Depressionen, Ängste, Phobien, unbewusste Zuwiderhandlungen/Missachtung auf empfundenen Zwang und Abhängigkeiten in verschiedenen Formen. 

 

Dies bewirkt einen starken emotionalen Stress. Emotionaler Stress wirkt sich dann nicht nur psychisch aus sondern auch körperlich / psychosomatisch. (siehe Dahlke „Krankheit als Symbol)

 

Deshalb ist der erste Weg zur Stabilisierung und weiterer tiefer Arbeit, der Abbau von Stress. Zur Entspannung und Stabilisierung arbeite ich mit meinen Klienten mit vielen Möglichkeiten wie:

 

Hypnose

Atemtherapie

Progressive Muskelentspannung (PMR)

autogenes Training

Meditation

Fantasiereisen

Yoga

schamanischer Tanz in die vier Himmelsrichtungen

Bewegungsmediation

Tai-Chi

Musiktherapie (Trommeln, Klavier etc.)

 

Diese Entspannungen können ebenfalls beim Abbau von Ängsten helfen, denn in der stressfreien Zone, an einem sicheren Ort und mit inneren Helfern, hat man weniger Angst.

 

Angst gehört zu unserem Leben und zur Bandbreite unserer Emotionen, wie jedes andere Gefühl auch. Dazu gehören Liebe, Trauer, Wut und Freude. Diese Emotionen können unsere Empfindungsfähigkeiten bereichern. Angst kann uns damit zeigen, dass unser Leben endlich ist. Die Angst kann uns somit zeigen und ein Ansporn sein, Dinge zu tun, die wir uns im Leben vorgenommen haben. Sie kann sich aber auch als bremsendes Symptom zeigen, wenn wir zu schnell über etwas hinweggehen.

Angst kann somit auftreten, wenn wir an der Grenze zu einer neuen Entwicklungsstufe stehen oder auch, wenn wir eine für unser Leben notwendige Entwicklung versäumt haben. 

 

Um Depressionen zu verringern ist es wichtig sie zu durchleben und anzunehmen, genau wie bei der Angst.

 

Ich unterstütze und leite in meinen Therapien die Klienten an:

 

in die Natur zu gehen und dem Körper damit Licht zu geben 

die Sinne anzuregen mit allen Sinnesorganen, wie schmecken, riechen, fühlen, hören und sehen

an Tagen wo es Draußen ungemütlich und dunkel ist, mit einem Lichttherapiegerät arbeiten (ich habe eines in meiner Praxis und die Betroffenen können es geniessen und möglicherweise sich dann eines für Zuhause anschaffen)

sportliche Aktivitäten  wie Radfahren, Nordic Walking, Schwimmen

pferdegestützte Therapie

mit Timmy meinem Therapiehund spielen

Aggressionen z.B. über den Punchingball, auf dem Trampolin rauslassen

Schreitherapie - denn Aggression darf nicht gehemmt werden, sondern darf im geschützten Rahmen raus gelassen werden

toben und hüpfen mit dem Gymnastikball

Voltigieren auf dem Holzpferd und später auf dem lebendigen Pferd

in die Sonne in Urlaub fliegen, wenn die Möglichkeit besteht z.B. ich arbeite hier mit einer wunderschönen Casa in Spanien Malaga zusammen

 

in der eigenen Wohnung kann ebenfalls viel gegen die Depression und die Angst getan werden:

 

Wände in schönen Farben anmalen

dabei haben sich Farben wie orange, gelb, mango bisher sehr positiv bei meinen Klienten ausgewirkt

daher empfehle ich auch gerne, Lampen, und Gardinen wie Möbelstück in diesen Farben

Dekoelemente in diesen Farben, wie Kerzen oder Geschirr

ich bekomme auch immer wieder sehr gute Rückmeldungen, wenn Möbelstück wie Sofa oder Tisch farbig gestaltet wurden

gesundes und vitaminreiches Essen (am besten Bio)

viel Wasser trinken, mindestens 3 Liter am Tag

 

bei Angst, Depression und Zwängen ist es wichtig, seine Gefühle und den Körper wieder bewusst wahrnehmen zu lernen.

 

Daher arbeite ich mit meinen Klienten mit:

 

Musik aus dem Genre Entspannung und auch gerne Heavy Metal, denn gerade harte Rockmusik und Bewegung dazu kann alle Zellen in Bewegung bringen. Lernen sie dabei in sich rein zu fühlen, was sie gerade aus der Depression raus holen kann.

 

Musikinstrumente spielen, es stehen in meiner Praxis zur Verfügung: 

 

Djembetrommel und Cajon, beides wird mit der Hand gespielt und man kann gut Aggressionen abbauen und ist zugleich sehr entspannend, diverse Percussion-Instrumente, ein komplettes Schlagzeug mit Doublebass, Klavier, Gesangseinlage, E-Gitarre und E-Bass mit Verstärker, Akkustikgitarren, Ukulelen, Handtrommeln, schamanische Trommeln, Hapi, Glockenspiele, Klangschalen, Gong, großes und kleines Xylophone, Cello

 

weitere Maßnahmen:

emotionsbasierte Mal- und Kunsttherapie, Malen mit Kreide, Fingerfarben, Wachsmaler, Buntstifte und Ölfarben

Serviettentechnik

Tonarbeiten

Basteln

Nähen, Stricken, Häkeln

einfach mal nur spielen, mit Lego, Puppen, Barbie, Autos, Planmobil…es gibt heute so viele Dinge, die es nicht gab, als viele meiner Klienten noch Kinder waren oder die sie nicht haben durften und haben konnten….

Körperpsychotherapie

Gestalttherapie

Aufstellungen im Sandkasten

schamanische Rituale

Bewegungstherapie

pferdegestützte Psychotherapie

 

und

Osteopathie

(in Kooperation mit meinem Partner Mario Küster - Heilpraktiker, Osteopath, Physiotherapeut in 21029 Hamburg-Bergedorf, Reetwerder 23A, Telefon: 040 -7254316)

 

Ansatz der Osteopathie ist eine ganzheitliche Betrachtungsweise aller strukturellen Bestandteile unseres Körpers (Knochen, Muskeln, innere Organe, Nervensystem, Bindegewebe, Körperflüssigkeiten), die in enger Wechselbeziehung zueinander stehen. Solange ein Gleichgewicht der Strukturen und Flüssigkeiten besteht, ist der Organismus gesund. Sind Bewegungen der Gewebe vermindert bzw. eingeschränkt, können die Flüssigkeiten nicht mehr ungehindert fließen. Dies führt zu Stauungen im Gewebe und zur Minderversorgung mit Nährstoffen und Sauerstoff. Die Folge: Das Gewebe verliert Bewegung bzw. Vitalität, einer Erkrankung sind „Tür und Tor geöffnet“.

 

Zu den Krankheitsursachen zählen traumatische Ereignisse (Unfälle, Infektionen, Operationen, Zahnbehandlungen, Geburtskomplikationen, psychische Traumata, unpassende Ernährungsgewohnheiten) sowie funktionelle Probleme der inneren Organe und Systeme. Symptome wie Schmerzen und Verspannungen zeigen sich aber häufig auch sekundär in anderen Regionen des Körpers. Bei Erwachsenen finden sich häufig chronische Beschwerden wie Migräne, Kieferprobleme und Beschwerden im Bauchbereich. 

 

Der Therapeut verknüpft die Vielfalt der Symptome miteinander und wirkt durch anschließende manuelle Behandlung der Körperstruktur des Patienten im Sinne einer Selbstkorrektur so auf seine Physiologie ein, dass der Körper wieder zu seiner normalen Funktion zurückfindet.

 

Bei Kindern/Säuglingen gibt es oft Störungen am Schädel bedingt durch nicht physiologischen Druck während Schwangerschaft und Geburt. Die Symptomatik kann abhängig vom Alter sehr unterschiedlich sein (z.B. Saugprobleme und Kopfüberstreckung beim Säugling, Entwicklungsverzögerungen und Hyperaktivität beim Kleinkind). Auf Grund der schonenden Behandlungsgriffe kann beliebig früh mit der Therapie begonnen werden.

 

Diese Maßnahmen und die weiteren Listen mit angenehmen Aktivitäten lenken dazu, nicht mehr so viel nachzudenken und sich abzugrenzen und sich Gutes zu tun. Dies kann liebevoll wieder erlernt werden ohne Scham und ohne schlechtes Gewissen und ohne Schuldgefühle.

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Messie Therapie

Therapie zum Messie-Sydrom in meiner Praxis:

 

Erste grundsätzliche Informationen erhalten sie auf meiner Website. Bitte nehmen Sie sich gerne Zeit, als Betroffener und als Angehörige und Freunde von Betroffenen in Ruhe die Information zu lesen. Ich lade herzlichst alle Menschen ein die an dem Thema interessiert sind.

In meinem Buch erhalten sie weitere tiefergehende Informationen mit ausführlichen Fallbeispielen.

hier geht es zum Link:

Beratung, Hilfestellung und Therapie zum Messie-Syndrom in meiner Praxis

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Wie zeigt sich das innere Chaos beim Messie-Syndrom im Außen?

Das innere Chaos zeigt sich im Außen auf verschiedene Art und Weise. Wie es oft dargestellt wird, kann es sich in Unordnung und in Vermüllung zeigen. Die Betroffenen sind desorganisiert in ihren privaten Dingen. Das liegt daran, das sich ihr Gedanken immer wieder kreisen. Selbst die Bewältigung für normalerweise gefühlte einfache täglich anfallenden Arbeiten fällt den Betroffenen schwer. Sie leiden besonders an Hoffnungslosigkeit, denn sie haben die Hoffnung aufgegeben, ihre Probleme in den Griff zu bekommen. 

 

 

Ich habe in meinen Therapien mit Betroffenen die Erfahrung gemacht, dass diese ihr Leben als sehr widersprüchlich erleben. Sie fühlen sich innerlich zerrissen, sie fühlen sich chaotisch, sie sind vielfach frustriert und die Gedanken kreisen immer wieder ins Negative. Sie fühlen damit eine Ausweglosigkeit aus ihrer inneren seelischen, körperlichen Beschwerden und im allgemeinen Leben. Dieses ist zudem mit hohem Scham verbunden, so dass soziale Kontakte kaum vorhanden sind. Die Betroffenen machen sich für alles verantwortlich, im Job und in privaten Beziehungen und überhaupt in allem was täglich in ihrem Umfeld passiert. Sie fühlen dabei einen Kontrollverlust. Daher sind sie sehr reizbar, zum Teil mit starken Aggressionen und fühlen eine durchgehende Überforderung in der Bewältigung ihres gesamten Lebens. 

 

 

Entspannung können die Betroffenen kaum mehr fühlen und daher ist dies ein erster wichtiger Schritt in meiner Therapie mit den Betroffenen.

 

Sie leiden im weiteren oftmals unter Konzentrationsstörungen, Depressionen, Zwängen, Ängsten und Denkproblemen. Sie sind häufig körperlich und physisch sehr angegriffen, grübeln sehr viel, das Selbstwertgefühl ist kaum noch vorhanden, Selbstliebe kann nicht mehr gefühlt werden, sie haben daher hohe Selbstzweifel und Unsicherheit und haben alles Gute für sich unterdrückt.

 

Im Job erscheinen sie dagegen sehr oft als hätten sie ein hohes Maß an Selbstwertgefühl, sind sehr perfekt, sehr aktiv und extrem Anpassungsfähig. Dieses Pseudo-Selbstwertgefühl verursacht dann wieder die innere Zerrissenheit. Denn gegenüber der auf der einen Seite gelebten Überaktivität und Verantwortung sind die Betroffenen zugleicht sehr lustlos, kraftlos, müde und bewegungslos. Alles kostet eine enorme Kraft und Energie. Daher spüren sie in sich keine eigene Identität mehr und fühlen sich durch andere Anteile bestimmt. Fremdbestimmung fühlen sie in den unterschiedlichsten Bereichen.

 

Der Betroffene kann sich selber keine Grenzen setzen bzw. spürt die Grenze nicht mehr und daher grenzt er sich unbewusst durch das äussere Chaos ab.

 

In diesem äusseren Chaos ist für den Betroffenen dadurch ein perfektes System enthalten. In ihrem Perfektionismus geben sie nicht auf das zu finden was sie suchen und legen sich damit selber lahm und sind körperlich wie seelisch blockiert. Das führt im extremen Fall dann zur eigenen Vernachlässigung und Verhüllung. Das wiederum gibt ihnen immer wieder das innere Zeichen versagt zu haben. Dann folgt die Scham und die Isolation im privaten.

 

Ich habe in der Zusammenarbeit mit Betroffenen immer wieder erfahren können, dass diese Menschen in ihre Kindheit lange anhaltende Enttäuschen und Missachtung der eigenen Ich-Grenzen erfahren haben. Sie wurden als Kinder oftmals durch eine sehr strenge Erziehung von den Bezugspersonen eingeschüchtert. Es wurde viele Verbote ausgesprochen und sie durften sich nicht zur Wehr setzen. Gespräche über Gefühle fanden nicht statt. Alle inneren Befindlichkeiten und damit die Freude und die Liebe sperrten diese Kinder dann weg.

 

In meinem Buch zeige in anhand von Fallbeispielen wie dadurch krankhafte Entwicklungen sich heute bei den Betroffenen zeigen. Wie aus Angst und Unsicherheit sich Zwänge entwickeln, die eine vermeintliche Sicherheit bieten. Sie haben das Abgespalten was für sie eine Gefahr darstellte und damit haben sie oftmals ihre Liebe weggesperrt. Daher können sie sich selbst nichts Gutes tun und können im Hier und Jetzt weder Lob noch Liebe von anderen annehmen. Daher sind sie sehr misstrauisch, da sie weder ihre eigenen Grenzen noch die Grenzen anderer Mitmenschen fühlen können. 

 

 

(ausführliche Erklärung dazu finden Sie in meinem Buch)

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Therapie und Vorgehensweise zum Messie-Syndrom

Mein Sachbuch „Der Messie in Uns“ – Wie wir Wohnung und Seele entrümpeln – ist am 16. Dezember 2016 im Rowohlt Verlag erschienen.

Der Messie In Uns - Amazon Link

Mich erreichen sehr viele Anfragen, welche Therapeuten/Innen ich empfehlen kann, wenn keine Möglichkeit besteht in meine Praxis zu kommen, z.B. wenn die Anfahrt eine zu große Distanz hat.

 

Grundsätzlich: zum Messie-Syndrom gibt es keine offiziellen nur auf das Syndrom spezifische Ausbildungen und Therapie Empfehlungen. Ich kann aus meiner eigenen Erfahrung sagen, dass es wichtig ist, das der/die Betroffene ein gutes Gefühl mit dem Therapeuten/In bekommen sollte und es im Therapieverlauf bewahrt werden muss.

 

Nach meinen persönlichen Erfahrungen kann ich Therapeuten/Innen empfehlen die wie ich, die folgenden Aus- und Fortbildungen haben und damit gute Möglichkeiten bieten, den Betroffenen Veränderungen und somit Transformationen zu bieten:

 

  • körperorientierte Psychotherapie
  • emotionsbasierte Kunst und Musiktherapie
  • Bewegungstherapie 
  • Trauma Therapie
  • Tiergestützte Therapie (z.B. Hund und Pferdegestützte Therapie)
  • Tiefenpsychologische Therapien
  • Entspannungsverfahren wie Hypnose, autogenes Training, PMR

 

Listen mit Therapeuten können Sie unter anderen über die Seite des Verbandes VFP erhalten

Verband freier Heilpraktiker für Psychotherapie

oder Sie können auch bei Ihrer Krankenkassen nach Listen von Therapeuten fragen.

 

Sie können auf der Website oder über Informationsmaterial zu der Praxis und der Person dann Informationen erhalten, über welche Fortbildungen der Therapeut/In verfügt.

Ich empfehle, Therapeuten/Innen auszuwählen, die zu dem ein kostenfreies Informationsgespräch anbieten, so dass Sie als Betroffene/r spüren können, ob Sie ein gutes Gefühl zu dem Therapeuten/In entwickeln können und eine Sicherheit entwickeln können, die für Ihre Veränderungsarbeit wichtig ist.

 

Ein wichtiger Hinweis für ALLE Menschen, die einen Betroffenen in ihrem Umfeld haben:

Das wichtigste ist die Würde des Betroffenen zu wahren. Sie sollten versuchen, pathologisierende Begriffe, die nur zusätzlich belasten würden, zu vermeiden. Es geht nicht um Krankheit im Sinne eines klar lokalisierbaren Symptoms dem medikamentös beizukommen wäre. Es geht um etwas ganz anderes: Es geht um die Würde des Menschen. Oft ist das Selbstwertgefühl des Betroffenen durch die belastenden Umstände bereits so weit gesunden, dass Selbsthass entstanden ist, der bei manchen sogar Suizidgedanken entstehen lässt. Es muss ihnen als Außenstehender bewusst sein, dass niemand der Betroffenen, die im Chaos versinken keine Lust haben aufzuräumen oder Ordnung zu halten. Sondern sie können es einfach nicht mehr, denn sie haben die Wahl nicht mehr. Daher ist es so wichtig, diesen Menschen zu signalisieren, dass ihre Würde geachtet wird. Dass sie nicht als Kranke behandelt werden. Sondern als Menschen, mit denen auf die Suche gegangen wird, warum ihr Leben aus dem Lot geraten ist. Drängen sie nicht einen Therapeuten aufzusuchen, die Einsicht Hilfe anzunehmen kann nur vom Betroffenen selber kommen.

 

Sie müssen dabei beachten, dass Betroffene in ihrer Wohnung nicht so handeln können, wie sie es vielleicht außerhalb ihrer Wohnung zeigen. Im Außen versuchen die Betroffenen sich so zu zeigen, wie sie gerne sein wollen. In ihrer Wohnung zeigt sich dann, wie es in ihrem „inneren“ aussieht. Im „Innen“ ihrer Wohnung und im „Innen“ ihrer Seele. Hier herrscht eine Form von Chaos. Damit befinden sich die Betroffenen in einer sehr großen Diskrepanz.

 

Ich kann daher aus meiner Erfahrung mit Betroffenen sagen, dass folgende Maßnahmen NICHT helfen:

 

  • reine verhaltenstherapeutische Therapien
  • gesetzliche Betreuung die auf das Aufräumen, Ordnung halten und Putzen bezogen sind

 

Es sollte in einer Langzeit-Therapie am inneren Chaos gearbeitet werden.

Jemand, in dessen Innerem Durcheinander herrscht, wird auch in seiner Lebensgestaltung Mühe haben, eine Struktur zu finden, die ihn problemlos durch den Alltag kommen lässt. Das innere Chaos gebiert das äußere Chaos. Menschen, der Psyche aus dem Gleichgewicht geraten ist, haben dann Schwierigkeiten, Entscheidungen zu treffen. Und zwar von den kleinsten Entschlüssen bis hin zu den großen Weichenstellungen im Leben.

 

In meinen Therapien mit Betroffenen konzentriere ich mich darauf, dass ich Ihnen helfe folgende Themen zu bearbeiten:

 

 

  • Trauer zu bewältigen
  • Abgrenzung zu erlernen
  • Gefühle wieder wahrnehmen zu lernen
  • Ängste und Phobien abzubauen
  • Entspannung zu üben und damit über Körper, Geist und Seele bis in die Zellen hinein loslassen zu üben
  • Angenehme Aktivitäten für sich anzunehmen, sich also selber erlauben Gutes tun zu dürfen
  • Selbstliebe und damit ein positives Selbstbild aufbauen
  • Alte Seelenverträge aufzulösen
  • Alte Glaubenssätze auflösen und damit für die heutige Situation nicht hilfreiche Gedanken verändern lernen 
  • Schuld abzubauen 
  • Scham aufzulösen
  • soziale Kompetenz aufzubauen
  • Familien- und Ahnenstrukturen zu verstehen

 

Messie Therapie
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Was ist eigentlich ein Messie?

Menschen die vom Messie-Syndrom betroffen sind erscheinen meistens sehr unauffällig. Sie sind nicht vermüllt oder verwahrlost, wie es oft sich vorgestellt wird. Es gibt Betroffene in denen kein Äußeres Chaos sichtbar ist. 

 

Wie in meinen ausführlichen Fallbeispielen im Buch beschrieben, findet man die Betroffenen in allen sozialen Stellungen und sie standen oder stehen im beruflichen Leben in verantwortungsvollen Positionen und arbeiten dort strukturiert.

 

Dagegen zeigt sich dann im privaten Leben die Desorganisation. Diese Desorganisation wird ausgelöst durch das innere Chaos aufgrund ungelöster Konflikte. Diese ungelösten Konflikte können vielseitig sein. Sie werden oftmals von Trennungsangst und im weiteren mit Verlassenheitpanik begleitet. Wenn dieses hinzukommt, dann kann die Problematik mit Sammeln, Nicht-Wegwerfen können und dann mit extremen Horten folgen. Dieses wiederum kann dann in den unbehandelten Extremfällen zur Vermüllung führen.

 

Die inneren Konflikte können sich zeigen in:

Ängstlichkeit und Unsicherheit, Depressionen, Kaufsucht, Online-Sucht (Cybermessies), Arbeitssucht, Alkohol- und Drogensucht, Zwangsstörungen, Borderline, Essstörungen und körperlichen Störungen.

 

Ich habe die Erfahrungen machen können, dass die Ursache beim Messie-Syndrom fast immer eine Bindungsstörung ist!

 

Bindungsstörungen heisst:

 

Die Betroffenen sind unsicher-vermeidend gebunden. 

 

Fast immer konnte ich im Laufe der Behandlung von Betroffenen feststellen, das Traumata in der Kindheit stattgefunden haben. 

 

 

Diese Traumata können sexueller wie emotionaler Missbrauch sein, aber auch Überfürsorglichkeit, Vernachlässigung, "ich bin das ungeliebte Kind Gefühl" oder auch der Druck der "ausgleichende Sonnenschein im Familiensystem" zu sein, nicht wahrgenommen werden, nicht einfühlsame Eltern mit rigider / strenger Erziehung, Gefühle des Nichtangenommen seins, frühe Trennungen in der Ursprungsfamilie, religiöse machtvolle Einstellungen der Eltern, etc. .

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Welche Verhaltensweisen zeigt ein Betroffener?

Hier einige Beispiele von Verhaltensmerkmalen und Denkweisen von Betroffenen:

 

* können sich schwer von etwas trennen

* tun diverse Dinge gleichzeitig

* fühlen sich wie gelähmt und blockiert

* bleiben in Ideen verhaftet

* finden keinen Anfang und kein Ende

* leben im privaten in der Isolation

* lassen niemanden in die Wohnung

* horten Dinge wie Zeitungen, CD’s, Zeitschriften, Bücher

* kaufen Dinge wie Malsachen aber fangen nie damit an

* suchen ständig ihre Sachen, wie USB Sticks, Schlüssel

* verkramen Rechnungen und haben Probleme die Post zu öffnen

* machen zu viele Termine

* kommen zu spät zu Terminen

* haben immer das Gefühl nie fertig zu werden

* verzetteln sich in ihrer Organisation (machen immer Stapel und sortieren nicht sofort weg)

* sind festgefahren in ihren Meinungen und Gedanken

* können sich selber nichts Gutes tun

* haben grossen Scham

* können sich nur schwer durchsetzen

* haben das Gefühl nichts wert zu sein

* haben das Gefühl immer perfekt sein zu müssen

* trauen sich und anderen nicht

* werden nie fertig mit etwas

* verschwinden wie unsichtbar in ihren Stapeln oder in virtuelle Welten

 

Es können einzelne oder sogar alle Merkmale vorhanden sein. Ausführliche Hintergrundinformationen dazu mit Fallbeispielen geben ich dazu in meinem Buch (rororo) Sachbuch:

"Der Messie in uns" - Wie wir Wohnung und Seele entrümpeln

erscheint am 16. Dezember 2016

 

Der Messie in Uns

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Unterschied Messie Syndrom und Unordnung

Jeder ist mal unordentlich, bei den meisten von uns sammelt sich über die Jahre so einiges an, was eigentlich gar nicht mehr gebraucht wird. Das muss uns nicht besorgt machen, geschweige denn, dass wir auf dem Weg zum Messie wären. Andererseits: Viele haben bereits ein Problem, ohne es wahrzunehmen, und viele andere sind durchaus unzufrieden mit dem Zustand ihres direkten Umfelds, leiden an ihrer Unordnung, können nichts wegwerfen, schauen gelähmt zu, wie eine gewisse Verwahrlosung sich in ihre Wohnung einschleicht - die Übergänge sind fließend. 

 

Bei dem Messie Phänomen handelt es sich nur oberflächlich betrachtet um Schwierigkeiten mit dem Aufräumen und Ordnung halten. Die Unordnung, das Chaos bis hin zu völlig vermüllten Wohnungen oder sogar Häusern, ist nur die äußere Erscheinungsform einer tief in der Seele des einzelnen Menschen liegenden Unordnung. Die Hintergründe sind vielfältig. In meinem Buch erkläre ich aus einer Mischung von Fallbeispielen und fachlichen Erläuterungen die Hintergründe.

 

Nicht jeder unordentliche Haushalt ist ein Messie-Haushalt, bei manchen ist das Chaos auf eine vorübergehende Überforderung zurückzuführen. Nicht jeder Mensch braucht also auch eine Therapie. Aber fast immer steckt hinter der Unordnung ein unbewusste Entscheidung, etwas nicht aufzuräumen. Wenn es also den Wunsch gibt, wieder Ordnung zu schaffen - und darauf sollte man sich befragen -, dann ist es immer sinnvoll, nach dem inneren Grund für die Unordnung zu forschen. Wenn man nicht zur Ursache vordringt, wird, wenn man einen Teil des Problems bewältigt, zum Beispiel das Sammeln einer bestimmten Sache beendet hat, bald wieder eine andere Sache folgen.

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Meine Lieblings-Tipps für NICHT-Betroffene

Damit Unordnung wieder zu Ordnung gestaltet wird, ist oft ein Vorgehen in kleinen Schritten sinnvoll. So ist es sinnvoll, mit einer kleinen Ecke in einem Zimmer anzufangen, sie zu pflegen, schön zu gestalten, sich an ihr zu freuen und an dem positiven Gefühl, das ihr Anblick vermittelt: Diese Ecke habe ich schon aufgeräumt und damit etwas besonderes geschaffen.

 

Es könnte ein Tisch sein, am besten am Eingang bzw. im Flurbereich. Wenn der Tisch sauber ist, bewusst geschmückt und gestaltet wurde und Lebendigkeit ausstrahlt, wir er in der Regel auch nicht aufs Neue überfrachtet. Vielmehr wird er zum sichtbaren Zeichen eines Erfolgserlebnisses. Und ein sicherer Hafen für den Betroffenen, wenn das Chaos ihn mal wieder allzu sehr bedrängt.

 

Wer aufräumen möchte, die Wohnung und die Seele, tut gut daran, sich zu überlegen, was er am dringendsten verändern und womit er beginnen möchte. Das muss nicht das selber sein; wichtig ist die Zuversicht, den Anfang auch schaffen zu können. Um dann in kleinen, aber nachhaltigen Schritten voranzukommen. Dieses Vorgehen kann damit ein schöpferischer, fast künstlerischer, kreativer Prozess sein. Es entspricht einer ursprünglichen künstlerischen Kraft und Form; es kann Spaß machen, wenn man aktiv wird, und es ruft eigene innere Heilkräfte wach.

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Hilfen für vom Messie-Syndrom Betroffene

Es ist wichtig zu wissen:

 

Zwangsräumungen oder Hilfen über reines Aufräume-Coaching helfen nicht.

 

Es muss erst das innere, seelische Chaos in Ordnung gebracht werden und verändert werden, erst dann kann auch im Äußeren aufgeräumt werden. Bei z.B. Zwangsräumungen und Androhung von Zwangsräumung kann es im schlimmsten Fall zum Suizid bei Betroffenen führen. 

 

Es muss dringend beachtet werden, dass die vom Messie-Syndrom Betroffenen Menschen eine emotionale Bindung zu ihren gehorteten Dingen haben. Wenn diese Dinge durch eine Zwangsräumung entsorgt werden, kann es dazu führen, dass der Betroffene das Gefühl erlebt, sein Leben und seine Existenz wäre weggeworfen worden.

 

Bei einem vom Messie-Phänomen Betroffenen sind die menschlichen Beziehungen belastet oder gar in die Brüche gegangen. Dann sucht er nach Beziehungen in der „Dingwelt“. Das zu verstehen ist zentral für die Arbeit mit diesem Menschen. Sie haben die Beziehung zu sich selbst verloren, habe keine oder nur wenig Selbstachtung und Selbstliebe, die sich in sich spüren. Bei den meisten dieser Menschen liegt der Grund für die fehlende Selbstachtung in Kindheitserlebnissen. Wenn Kinder negative Bindungserlebnisse verarbeiten wollen, ist es oft überlebensnotwendig, die Selbstliebe für eine Zeit lang wegzusperren. Doch wenn es danach nicht gelingt, wieder in diese Gefühl der Achtung vor sich selbst hineinzukommen, steigt die Gefahr, Bindung auf der Welt der äußeren Dinge zu projizieren und so zum Messie zu werden. Zur Dingwelt gehören in der heutigen Zeit auch die virtuelle Welt, im Raum der Online Spiele und sozialen Medien. In diesem Fall besteht dann keine Kopplung an direkt Dinge wie beim Sammeln und Horten, sondern ein Sich-Verlieren in der realen Welt.

 

Daher muss erst mit den Betroffenen an der emotionalen Bindung zu arbeiten.

 

Diese Möglichkeiten erhalten die Betroffenen in einer Therapie hier in meiner Praxis. Ich habe lange Erfahrung unter anderem auch in der fachpsychiatrischen Pflege (PPM) bei einem ambulanten Pflegedienst in Hamburg gemacht.

 

Betroffene können über Kontaktaufnahme mit einem solchen psychiatrischen Pflegedienst, mit deren Hilfe, bei den Ämtern und der Krankenkasse, eine solche Pflege beantragen. Die Pflegedienste helfen bei diesen Anträgen, so dass der Betroffene bereits dann sofort eine Hilfe und Unterstützung erhält. Die Pflegekraft kommt dann in die Wohnung und kann vielseitig unterstützen, emotional wie in der praktischen Umsetzung. Sie helfen ebenfalls dabei die richtigen Therapeuten zu finden, damit die Betroffenen an der emotionalen Bindung arbeiten können, die sie zu ihren Gegenständen haben.

 

Ich biete zudem Schulungen für das Personal von Pflegediensten die Betroffene mit dem Messie-Syndrom betreuen. 

 

Es ist wichtig, dass die vom Messie-Syndrom Betroffenen eine langfristige, gesicherte und ihrer Person würdigende ambulante Hilfe bekommen. Dann kann auf lange Sicht eine würdige Wohnsituation und emotionale Sicherheit entstehen. Therapien und ambulante Hilfe beinhaltet Prävention und Nachsorge. 

 

Messie Therapie

Wie kann man die seelische Unordnung bei Betroffenen behandeln?

Grundsätzliche Hintergrund Information:

 

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Betroffene bereits nach Therapien gesucht haben oder gemacht haben und dann feststellen mussten, dass vielen Fachleuten aus der Psychologie, Psychotherapie und weiteren Ärzten oder Ämtern, das Messie-Syndrom fremd war oder nicht ernst genommen wurde bzw. die Betroffenen nicht mit Würde behandelt wurden.

 

Sehr oft wurde eine Verhaltenstherapie, Aufräumhilfe, Putzhilfen empfohlen oder sogar mit Zwangsräumungen gedroht. Meine Klienten und ich haben daraus gelernt, dass diese Maßnahmen so gut wie nie zum Erfolg geführt haben und das die Umstände dadurch sicher eher verschlimmerten.

 

Es ist daher für die Betroffenen wichtig, dass sie Hilfestellungen erhalten von Therapeuten und/oder ausgebildeten Pflegekräften, die die Gedankenwelt, die verschütteten Gefühle, die Konflikte und das damit verbundene Vermeidungsverhalten und das fehlgeleitete Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit verstehen.

 

Ich habe in meiner Arbeit mit Betroffenen immer wieder feststellen können, dass sie ihre ängstlichen, sehnsüchtigen, ärmlichen und schmerzlichen Gefühle aus der Kindheit unterdrücken. 

 

 

Dieses unterdrücken (ich erkläre dies mit ausführlichen Fallbeispielen in meinem Buch) war ein gesunder Selbstschutz in der Kindheit. Es diente dazu im wahrsten Sinne des Wortes „zu überleben“. Es war ein Schutz z.B. Enttäuschung nicht mehr fühlen zu müssen, regide, also strenge Erziehung die in erzieherischem Angriff gefühlt wurden, nicht mehr ertragen zu müssen. Dieser Selbstschutz von damals hindert aber im Hier und Jetzt, in der jetzigen Lebenssituation gute und bindende Beziehung zu entwickeln. Es wird daher eine Bindung zu Objekten vorgezogen. In der Therapie geht es damit um das Umlernen dieser dieses Selbstschutzes, um das Umlernen dieser Gefühlsunterdrückung und damit um die Auflösung der Seelenverträge. 

Messie Therapie
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Was können Anzeichen für das Messie-Syndrom sein?

a. Haben Sie das Gefühl, dass Ihre Unordnung größere Probleme bei der Bewältigung des Alltags verursacht?

Beispiel: Sie wollen Fotos vom Computer auf einen USB-Stick packen, weil sie die Fotos in Shop ausdrucken wollen. Und sie wissen genau, dass Sie schon um die fünf USB Sticks haben, aber sie können keinen finden. Sie müssen los und einen neuen kaufen. Das kostet jetzt Geld und vor allem Zeit; Zeit, die vielleicht für anderes wichtig gewesen wäre, etwas das Aufräumen der Küche oder für die Steuererklärung, die immer noch nicht gemacht ist. Kennen Sie das oder ähnliche Situation? Wenn ja, dann könnte ein Problem vorliegen.

 

b. Wie fühlen Sie sich in der eigenen Wohnung?

Haben Sie zu viele Dinge in einem Raum, erfordern Ihre Lebensumstände immer mehr Raum? Sie lesen beispielsweise gerne Bücher. Sie haben ihre Sammlungen gerne griffbereit im Schrank stehen. Sie haben aber mittlerweile so viele Bücher, dass sie sich stapeln, auch neben den Regalen und die Bücher verteilen sich mittlerweile über alle Räume. Sie kaufen neue Bücher und haben noch nicht die zu letzt gelaufen Bücher gelesen? Eigentlich wären neue Regal notwendig. Die müssen aber gekauft und aufgebaut werden. Dazu fehlt die Zeit. Spüren sie einmal nach, wann Sie das letzte Mal so richtig Luft geholt haben in ihrer eigene Wohnung. Und wann sie ohne das Wegräumen von Stapeln durch saugen oder Staub wischen konnten. Fühlt sich Ihr Zuhause so an, als könnte es selber nicht richtig durchatmen? Wenn Sie dieses Gefühl so oder so ähnlich kennen, dann könnte ein Problem vorliegen.

 

c. Wie laufen Ihre sozialen Beziehungen? und 4. Laden Sie Freunde in Ihre Wohnung ein?

Haben Sie keine Kraft mehr, sich mit Freunden zu treffen. Sie möchten sich eigentlich nach der Arbeit mit Freunden treffen, haben ein schlechtes Gewissen, weil zu Hause noch so viel liegengeblieben ist. Sie gehen dann nach Hause, wollen an den Dingen arbeiten, aber sie können sich nicht mehr aktiveren. Zappen lieber vor dem Fernseher herum, und landen womöglich auf einem Shopping-Sender, der vorgaukelt, dass dort Freunde sind, die einem etwas empfehlen? Wenn Sie das oder so ähnlich kennen, dann könnte ein Problem vorliegen.

 

d. Haben Sie Probleme, Entscheidungen zu treffen und/oder zu Entscheidungen zu stehen?

Tun sich sich morgens mit der Frage schwer, ob Sie duschen wollen oder nicht - oder ist das Routine bzw. stellt die keine ernsthafte Frage dar? Gut, wenn es so ist. 

 

e. Haben Sie Angst die Post zu öffnen?

 

Gut auch , wenn sie sich ebenfalls keine Gedanken machen, die Post zu öffnen, egal was sie da erwartet. Dann haben sie kein Problem. Wenn Sie aber, bei vielen Sachen, die zu erledigen sind, nicht mehr entscheiden können, wo sie anfangen sollen, und dann womöglich mit gar nichts anfangen - ja, dann haben Sie ein Problem.

 

f. Wie fühlt es sich an, wenn unerwartet Besuch vor der Tür steht?

Gekommen Sie Panik, wenn jemand unerwartet vor der Tür seht? Sei es der Heizungsableser oder die Nachbarin von nebenan, die Ihnen eigentlich nur ein Päckchen bringen will? Wenn Sie dann die Tür nur einen Spalt öffnen oder sagen, Sie müssten zu einem wichtigen Termin, nur um niemanden in die Wohnung zu lassen, dann liegt womöglich schon ein ernstes Problem vor.

 

g. Wollen Sie Dinge erledigen und fühlen sich dann wie gelähmt und verschieben es und machen es dann auch beim nächsten sich selbst gestellten Termin nicht?

Wenn sie viele Stapel auf dem Schreibtisch haben, aber einfach eine Menge zu tun ist, und Sie die Stapel in der geplanten Zeit strukturiert nacheinander abarbeiten, dann haben sie kein Problem. Wenn sie aber, bei all den vielen Sachen, die zu erledigen sind, sich nicht mehr entscheiden können, wo sie anfangen sollen, und dann womöglich mit gar nichts anfangen und es immer wieder auf den nächsten Termin verschieben - tja, dann haben Sie ein Problem.

 

h. Räumen sie immer wieder auf und haben das Gefühl, dass es doch keine sichtbare Veränderung gibt?

Haben sie das Gefühl, dass Sie immer wieder aufräumen, aber das es nichts bringt? Sind sie dabei wie gelähmt und fühlen sich mit allem überfordert. Sie können nicht mehr fühlen, welche Struktur sie brauchen könnten, um Veränderungen zu machen. sie können es einfach nicht mehr anpacken? Wenn Sie dieses Gefühl so oder so ähnlich kennen, dann könnte ein Problem vorliegen.

 

i. Wie gut können sie sich von Sachen trennen?

Beispiel: Sie wollen Kleidung aussortieren. Die Jacke passt nicht mehr und hat ein kleines Loch an einer unsichtbaren Stelle. Dann überlegen Sie: Vielleicht kann man das ja noch stopfen und vielleicht passe ich da ja später wieder hinein. Also wird es doch verwahrt. Oder die Jacke landet dann auf dem Stapel der zu flickenden Sachen, die nie geflickt werden. Sie kaufen womöglich eine Nähmaschine die dann doch nie benutzt wird. Kenn Sie das oder ähnliche Situationen? Wenn ja, dann könnte ein Problem vorliegen.

 

 

Es gibt nun hier keine Regel und keine Antwort von mir, nach dem Motto, wer dreimal von zehn Fragen ja sagt, der ist schon ein Messie. Die Fragen sind einzig ein Angebot, einmal in sich zu gehen, sich Ihrer selbst zu vergewissern. Geben sie sich selbst eine ehrliche Antwort auf die Fragen und notieren Sie sich gerne dazu eigene Stichworte. Die ehrlich Beantwortung solcher Fragen kann einen ersten Hinweis darauf geben, ob es angebracht ist, einmal mit einem Therapeuten zu sprechen.

 

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Osteopathie

In meinen Behandlungen zum Messie-Syndrom arbeite ich eng mit meinen Partner Mario Küster zusammen. Er ist Osteopath, Physiotherapeut und Heilpraktiker in Hamburg-Bergedorf.

 

Ansatz der Osteopathie ist eine ganzheitliche Betrachtungsweise aller strukturellen Bestandteile unseres Körpers (Knochen, Muskeln, innere Organe, Nervensystem, Bindegewebe, Körperflüssigkeiten), die in enger Wechselbeziehung zueinander stehen. Solange ein Gleichgewicht der Strukturen und Flüssigkeiten besteht, ist der Organismus gesund. Sind Bewegungen der Gewebe vermindert bzw. eingeschränkt, können die Flüssigkeiten nicht mehr ungehindert fließen. Dies führt zu Stauungen im Gewebe und zur Minderversorgung mit Nährstoffen und Sauerstoff. Die Folge: Das Gewebe verliert Bewegung bzw. Vitalität, einer Erkrankung sind „Tür und Tor geöffnet“.

 

Zu den Krankheitsursachen zählen traumatische Ereignisse (Unfälle, Infektionen, Operationen, Zahnbehandlungen, Geburtskomplikationen, psychische Traumata, unpassende Ernährungsgewohnheiten) sowie funktionelle Probleme der inneren Organe und Systeme. Symptome wie Schmerzen und Verspannungen zeigen sich aber häufig auch sekundär in anderen Regionen des Körpers. Bei Erwachsenen finden sich häufig chronische Beschwerden wie Migräne, Kieferprobleme und Beschwerden im Bauchbereich. 

 

Der Therapeut verknüpft die Vielfalt der Symptome miteinander und wirkt durch anschließende manuelle Behandlung der Körperstruktur des Patienten im Sinne einer Selbstkorrektur so auf seine Physiologie ein, dass der Körper wieder zu seiner normalen Funktion zurückfindet.

 

Bei Kindern/Säuglingen gibt es oft Störungen am Schädel bedingt durch nicht physiologischen Druck während Schwangerschaft und Geburt. Die Symptomatik kann abhängig vom Alter sehr unterschiedlich sein (z.B. Saugprobleme und Kopfüberstreckung beim Säugling, Entwicklungsverzögerungen und Hyperaktivität beim Kleinkind). Auf Grund der schonenden Behandlungsgriffe kann beliebig früh mit der Therapie begonnen werden.

 

 

 

Messie Therapie
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Das Messie Syndrom und Therapie

"Messie" Therapie

 

Über die Jahre hat sich in meiner heilpraktischen psychotherapeutischen Arbeit ein weiterer Schwerpunkt herauskristallisiert: Die Arbeit mit sogenannten „Messies“, Menschen also, die in schwerwiegender Weise Probleme haben, Ordnung zu halten.  

 

Ich breche aber auch hier die bisherige Diskussion über das Phänomen „Messie Syndrom“ auf, indem ich andere Begrifflichkeiten vorschlagen werde.

 

Das Wort „Messie“, oder auch „Messie Syndrom“, wie auch „Messie Therapie“ möchte ich eigentlich nicht mehr verwenden, doch aufgrund der Suchbegriffe und der einschlägigen Benutzung des Wortes, habe ich es hier auf meiner Seite als Überbegriff genutzt.

 

Mir ist es ein Anliegen, für eine differenzierte neue Sichtweise zu plädieren, die nicht alle Betroffenen über einen Kamm schert.

 

So gibt es immer wieder Fälle, in denen es keine Lösung oder „Heilung“ im eigentlichen Sinne gibt, die aber trotzdem nicht hoffnungslos sind, sondern dem Betroffenen seine individuelle Perspektive aufzeigen.

 

Das Messiesyndrom: Krankheit oder Kulturphänomen?

Gerade für die psychologische Behandlung von Betroffenen ist es wichtig, den Blick auf das Messiesyndrom als Krankheit zu schärfen. Problem ist hier u.a. die Pharmaindustrie, die kein Interesse an einer Pathologisierung hat, da unklar ist, ob und wie hier medikamentöse Behandlung aussehen könnte. Das ist einer der Gründe, warum das Syndrom immer noch keinen Eingang in die Klassifizierungen von DSM und ICD 10 gefunden hat. Darüber hinaus tritt das Syndrom häufig als Begleiterscheinung anderer Krankheiten auf, wird dann aber nicht mehr als eigenständiges Problem erkannt. Wichtiges Kriterium könnte etwa der Leidensdruck der Messies sein. Beschreibung der Datenlage, die schwierig ist, eben, weil es Schwierigkeiten mit der Klassifizierung gibt. 

 

Der Messie in jedem von uns

Jeder ist mal unordentlich, bei den meisten Menschen sammeln sich über die Jahre Dinge an, die nicht mehr gebraucht, aber trotzdem nicht entsorgt werden. Das macht uns nicht automatisch zu krankhaften Messies. Auf der anderen Seite haben viel mehr Menschen eigentlich schon ein Messie-Problem, ohne es als solches zu erkennen. Anhand der drei Kriterien „Sammeln und Horten“, „Nicht wegwerfen können“ und „Verwahrlosen“ lässt sich eine grobe Einteilung vornehmen und die Übergänge beschreiben.

 

Wie wird man denn nun ein Messie?

Grundsätzlich müssen verschiedene Hintergründe für die Entstehung des Phänomens unterschieden und unterschiedlich beurteilt werden. Ursachen können sein: 1. Hirnorganisch (Alzheimer, Alkohol, operative Eingriffe), 2. Rein körperliche Ursachen, die dazu führen, dass der Mensch nicht mehr alleine aufräumen kann, 3. Altersbedingte Erscheinungen (Diogenes-Syndrom), 4. Angst vor Trennungen, Verlusten, Veränderungen oder 5. Traumatische Erlebnisse in der eigenen Lebensgeschichte. 1 bis 3 muss beschrieben werden, ist aber kaum veränderbar. Daher sind 4 und 5 die eigentlichen Ansatzpunkte, die aus dem Messie-Syndrom tendenziell ein Massenphänomen machen, aber mit gezielter psychologischer Hilfe „bearbeitet“ werden können.

 

Wie sieht nun meine konkrete therapeutische Arbeit mit Betroffenen aus?

Grundsätzlich ist jeder Fall und damit jeder Mensch im Ganzen zu betrachten. Aus meiner Erfahrung liegen traumatische Erfahrungen in der Kindheit als Auslöser zu Grunde. Daher ist der erste wichtige Grundsatz in meiner Therapie Vertrauen zu mir zu erschaffen, Sicherheit zu geben und Stabilisierung zu erschaffen. Mit meinen vielfältigen lösungsorientierten Verfahren, schauen ich dann mit den Betroffenen tiefer in die Erlebnisse ihres Lebens und damit können die Betroffenen lernen, Hintergründe zu verstehen und den Willen zur Veränderung Stück für Stück erarbeiten.

 

Jede Seele ist einzigartig, sie ist der Geist und damit Alles in uns. Und jede Form der Verletzung kann das Ganze in unserem Inneren und Äußeren in ein Chaos bringen.